Monetarisierung von Internetprojekten

Die Monetarisierung von Internetprojekten ist ein schwieriges Thema, das von Fall zu Fall unterschiedlich ist. Es gibt viele verschiedene Formen der Monetarisierung; Welche die Richtige ist, erfährt man oft durch Ausprobieren.

Adsense

Der Klassiker der Monetarisierung ist Adsense. Diese Werbeform der Firma Google zeichnet sich dadurch aus, dass sie für fast alle Bereiche des WWW vermarktbar ist. Je nach Thema wird auf den Werbeblöcken von Adsense entweder eine möglichst zum Thema passende Werbung aufgezeigt. So erscheint auf einer PC Seite PC Werbung und auf einer T-Shirt Seite auch T-Shirt Werbung. Bezahlt wird man in der Regel pro Klick. Die Höhe des Betrages pro Klick ist dabei sehr unterschiedlich: Ist das Thema der Webseite umkämpft, so gibt es viele Werbende, die sich gegenseitig überbieten müssen um auf der Seite zu erscheinen. Der Preis pro Klick kann hierbei 2 Euro und mehr betragen. Hat man dagegen auf der Seite ein Thema, das auf den ersten Blick nicht umkämpft ist, so gibt es auch nicht viele Werbende; Der Preis pro Klick beträgt dann oft nur 5-15 Cent.

Adsense ist trotzdem für viele Webseitenbetreiber die ideale Lösung: Man muss sich nicht um einen passenden Werbepartner kümmern und der Besucher sieht automatisch themenrelevante Anzeigen. Dadurch ist die CTR (Click-Through-Rate) teilweise enorm hoch.

 

Partnerprogramme

Eine sehr beliebte Methode der Monetarisierung ist das Bewerben von Fremdangeboten über Partnerprogramme. Dazu meldet man sich in einem Partnernetzwerk, wie etwa Affilinet, Zanox, Commission Junction oder Adcell an und sucht sich dann ein geeignetes Partnerprogramm aus. Werbemittel und Banner stellt meistens der Partner zur Verfügung. Der Unterschied zu Adsense ist, dass man in der Regel nicht pro Click bezahlt wird. Dafür gibt es viele andere Methoden:

  • PPS: "Pay per Sale" bedeutet, dass man für einen erfolgreichen Verkauf eines Produktes, das über die eigene Webseite geworben wurde einen prozentualen oder festen Betrag bekommt. Das Partnerprogramm nutzt hierfür verschiedene Tracking Methoden. Die einfachste Methode ist ein Session-Tracking: Hierbei merkt sich das Partnerprogramm vom Klick bis zum Verkauf, wer den Benutzer auf die Seite gebracht hat. Verlässt der Besucher allerdings die Seite und kehrt dann über eine andere Quelle (etwa eine Suchmaschine) auf die Seite des Partnerprogramms zurück und schließt erst dann den Kauf ab, so bekommt der Affiliate (= Werbender) keine Provision. Da diese Methode vielen Affiliates als unfair erschien und gerade teurere Produkte nicht beim ersten Besuch eines Shops gekauft werden, hat sich das Cookie-Tracking eingebürgert: Kommt ein Besucher über die werbende Seite auf den Shop, so wird ein Cookie auf dessen Rechner installiert. Diese Cookies halten 30, 60 oder gar 360 Tage. Verlässt der Besucher dann den Shop, kehrt aber innerhalb des (vorher festgemachten) Zeitraumes wieder in den Shop zurück und kauft dort ein, so erhält der Affiliate trotzdem noch Geld, da er ja den Erstkontakt zustande gebracht hat.
  • PPL: "Pay per Lead" funktioniert wie Pay per Sale ebenfalls entweder über Session- oder Cookie-Tracking. Im Gegenzug zu PPS bedeutet PPL, dass der Affiliate keinen prozentualen Anteil, sondern einen Festbetrag pro vermitteltem Kunden bekommt. Statt 2-20 % des Verkaufspreises bekommt man dann zum Beispiel 50 Euro pro vermitteltem Kunden.
  • PPC: "Pay per Klick" existiert auch bei (wenigen) Partnerprogrammen. Die Vergütung ist Adsense-ähnlich, allerdings wird oft nur eine einzige Seite und nicht - wie bei Adsense - mehrere unterschiedliche Seiten beworben.

 

Vermarkter und TKP Programme

Für Seiten mit sehr hohen Besucherzahlen werden oft über sogenannte "Premium-Vermarkter" gesonderte Werbeverträge geschlossen. Hierbei bekommt der Werbende keinen Betrag pro Click, Sale oder Lead, sondern einen festen Betrag pro Tausend Seiteneinblendungen. Hat eine Webseite also bei 300.000 Besuchern eine Million PIs (=Page-Impressions= Seiteneinblendungen), so werden Preise von 2-20 Euro pro 1.000 Seiteneinblendungen gezahlt.

Je mehr Page-Impressions ein Projekt hat, desto höher ist in der Regel auch der TKP-Preis (Tausend Kontakt Preis). Selbstverständlich können Seiten, die ein sehr werbewirksames Themenumfeld besitzen mehr Geld verlangen als Seiten, die eher Spezial- und Nischenthemen behandeln. Normale Vermarkter bieten nicht so gute Konditionen wie "Premium Vermarkter". In aller Regel kommt man als Webseitenbetreiber erst ab einer Million Pageimpressions im Monat an die richtig guten Angebote. Seiten mit wenigen Besuchern pro Tag werden oft generell abgelehnt.

 

Layer Ads und Popups

Eine weitere Möglichkeit der Vermarktung ist das Einblenden von Layer Ads bzw. Popups. Layer-Ads sind Anzeigen, die von links nach rechts auf die Seite "einfahren" und oftmals weggeklickt werden müssen, damit man den Inhalt der Seite lesen kann. Diese Form der Werbung hat den Vorteil, dass auch kleinere Seiten an dieser Vermarktungsmethode teilnehmen können und pro 1000 Impressionen bezahlt werden. Außerdem ist das Thema der Seite irrelevant für die Höhe des Preises. Gerade Seiten, die sonst keine andere effektive Werbeform finden können, blenden auf ihren Seiten Layer ein. Der Nachteil von Layer Ads ist, dass sie von Besuchern oft als störend empfunden wird. Eine etablierte Seite mit Stammbesuchern kann Layer Ads gut einbinden, sollte sich allerdings auf negative Kritik gefasst machen.